12 September 2009

Danceguide wird Drogenguide

Heute wird aus dem Party und Entertainment Blog "Danceguide", der Sucht-, Rausch- und Betäubungsmittel Blog "Drogenguide".

1990 begann meine Laufbahn im Partybusiness, im Schulpraktikum der 9 Klasse war ich bei den letzten Tagen vor der Eröffnung der ersten Dresdner Großraumdiskothek "Sachs Music Hall" dabei. Bis 1995 konnte ich dort Erfahrungen im Bereich Gastro und als „Light Jockey“ (LJ) sammeln. Bis 1998 war ich dann als LJ in verschiedenen anderen Diskotheken wie der "MuFa" Pirna und dem "Sax" in Neustadt unterwegs. Parallel konnte ich die ersten Kontakte in die Dresdner Go-go Szene aufbauen. Anfang 1998 ging mein Homepage Dancemodels.de online. Was zunächst als allgemeine Internetseite zum Thema Go-go Dance gedacht war, wuchs bis 2006 zu einer der führenden Go-go und Entertainmentagenturen der neuen Bundesländer. In den 8 Jahren mit Dancemodels hatte ich Gelegenheit zahlreiche Kontakte und Erfahrungen im Entertainmentbereich zu sammeln. Auf meinem Blog Danceguide.de habe ich von Januar 2006 bis September 2009 über Go-go, Party und Entertainment-Trends geschrieben, um auch nach meinem Ausstieg bei Dancemodels die Szene noch ein wenig im Blick zu haben. In dieser Zeit verstärkte sich mein Interesse am Thema Rauschmittel, mit welchem ich mich auch beruflich auseinandersetzen muss.

Drogenrausch und Komasaufen sind in meinen Augen der Tot jeder guten Party. Dabei glaube ich nicht das Musik und Entertainment so schlecht geworden sind das sich die Leute sich dieser Realität entziehen müssten. Sich "was reinziehen" gehört leider einfach dazu, auch bei vielen Künstlern. Mit meinem neuen Projekt "Drogenguide" will ich auf die Suche gehen nach Zielgruppen kompatible Argumente, witzige Ideen und schlagkräftigen Projekten. Ich möchte Statistiken und Schlagzeilen hinterfragen. Alle Themen rund um Drogen, Sucht und Rausch werden in meinem Blog Platz finden.

Einige wenige Blogeinträge aus dem alten Party und Entertainment Blog, die das Thema Drogen mit berühren, werde ich hier belassen.

22 August 2009

Ficken und Saufen


Ficken und Saufen sind für einige Zeitgenossen die Primärziele im Partyurlaub. Der Paradies Club auf Mallorca hat für diese einfach strukturierte Zielgruppe ein ganz simples Entertainment Programm durchgezogen. Zehn Tequila in die hole Birne kippen und dann auf der Bühne vorm grölenden Publikum mit angeblichen Tänzerinnen Sex haben. Wer aufgrund des Alkoholpegels keinen hoch kriegt, wird ausgebuht und von der Bühne gejagt.

Nicht das ich etwas gegen erotisches Entertainment unter Einbeziehung des Publikum hätte. Das so etwas auch mit Niveau funktionieren kann, beweist der Nasty Love Club in Dresden. Was es aus dem Paradies in die hiesige Boulevard-Presse geschafft hat, ist aber einfach nur abstoßend. Besonders widerlich finde ich das von "Sex mit den Tänzerinnen" gesprochen wird. Wenn die sich fürs vögeln bezahlen lassen sind sie für mich ganz klar Prostituierte.

Der Trend zu viel Alkohol und Porno Partys wird uns noch eine Weile erhalten bleiben, da gebe ich mich keinen Illusionen hin. Angebot und Nachfrage finden eben zueinander. Wenn der Club aber zum Showbordell wird, ist das mehr als nur prollig. Saufen, Dummheit und Niveaulosigkeit sind nicht verboten, Nutten als Tänzerinnen zu bezeichnen sollte es aber sein.

Quelle: Bild.de

Dieser Eintrag entstand als dieser Blog noch "Danceguide" hieß und seinen Schwerpunkt auf Nightlife/Entertainment gesetzt hat. Aufgrund seiner Nähe zum Thema Drogen & Sucht wurde er in den "Drogenguide" übernommen.

31 Mai 2009

Burnout-Syndrom


Als Porno-Rapperin brachte es Lady Bitch Ray zu gewissem Ruhm. Mit viel Elan und Körpereinsatz verbreitete sie ihre Vagina-Style-Philosophie in der Öffentlichkeit. Die Frau ist keine Dumme, sie studierte Sprachwissenschaften und schloss mit Note 1,2 ab. Ihre „10 Gebote des Vagina Styl“e waren schon interessant zu lesen, nun ist sie wegen Depressionen und Burnout-Syndrom stationär in Behandlung.

Ein Burnout-Syndrom (engl. (to) burn out: „ausbrennen“) ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit, das als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden kann, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt. (Quelle: Wikipedia)

Wäre Lady Bitch Ray ne dumme Nuss die nur an Feiern und Ficken denkt, wäre sie für das Burnout-Syndrom weniger anfällig. Wer aber mit vermehrtem Engagement für bestimmte Ziele arbeitet und dabei auf Erholungs- oder Entspannungsphasen verzichtet ist schnell dabei. Jetzt wo der Sommer kurz vorm durchstarten ist planen auch Tänzer und junge Agenturen ihre Auftritte und Shows. Konzepte werde geschrieben, Angebote an Diskotheken und Clubs geschickt. Urlaub wird natürlich auf den Partyinseln Mallorca oder Ibiza gemacht wo man Abends noch als Go-go und Promoter arbeiten kann. Rückschlägen wird einfach mit noch mehr Einsatz und Engagement begegnet. Bis (wie bei Lady Bitch Ray) einfach die Batterien leer sind.

Daher ist es (wie in allen anderen Berufen) auch im Showbusiness notwendig hin und wieder mal ein paar Gänge zurück zu schalten und die Akkus aufzuladen. Mal ein paar Tage ohne Clubs und Nightlife in der Natur, so wie ich sie mir letztens in der Sächsischen Schweiz (Danke liebe Pension „Am Königstein“) gegönnt habe, müssen einfach mal sein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Burn-out-Syndrom


Dieser Eintrag entstand als dieser Blog noch "Danceguide" hieß und seinen Schwerpunkt auf Nightlife/Entertainment gesetzt hat. Aufgrund seiner Nähe zum Thema Drogen & Sucht wurde er in den "Drogenguide" übernommen.